Herzlich Willkommen in der wunderbaren Welt des tiefen Blechs!

Das deutsche Tubaforum e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit über 600 Mitgliedern deutschland- und weltweit. Unser Ziel ist u.a. die Förderung des Spiels auf den tiefen „weichen“ Blechblasinstrumenten Tuba, Euphonium, Tenorhorn und Bariton. Neben dem Ausbau unseres Netzwerkes veranstalten wir auch eigene Fortbildungen vom internationalen Meisterkurs über Wochenend-Workshops in Landesmusikakademien bis hin zu regionalen Tagesseminaren.
Natürlich unterstützen wir auch das (tägliche) Üben. Hier einige Übungen, die bei regelmäßiger Anwendung sicher zum Erfolg führen. [Download tägliche Übungen ]
Hier erfahrt ihr alles über unsere Fortbildungen, es gibt Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen und Ausschreibungen der Workshops und Meisterkurse im nächsten Jahr.

Tiefblech-Workshop // Pfingsten 2022

Plochingen ist immer eine Reise wert!

Das durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. Workshops für tiefes Blech am Pfingstfest 2022 erfahren. Eingeladen hatte das Deutsche Tubaforum e.V. in Verbindung mit der Musikschule Korntal-Münchingen.

Dabei erwies sich die neue Akademie des Blasmusikverbandes Baden Württemberg als geeigneter Ort, um gemeinsam Musik zu machen und Erfahrungen auszutauschen. Verkehrsgünstig sehr gut gelegen an der Bahnlinie Stuttgart Ulm (alle 20 Minuten geht ein Zug!) bietet das Haus auch sonst alle Vorzüge einer modernen Musikakademie. Von der Betreuung im Vorfeld über die Einweisung vor Ort, die Infrastruktur (Räume, Notenständer), die medialen Möglichkeiten bis hin zu der phantstischen Verpflegung, frisch, reichhaltig und auch noch spät nach der Probe!

Das Dozententeam bestand aus Claudia Rayser-Endres, Johann Schilf, Alexander Schmidt-Ries, Philippe Wendling, Manfred Häberlein und Wolfram Krumme. Breit aufgestellt also im Bereich Posaune, Bassposaune, Euphonium, F-Tuba und B-Tuba. Auch der Unterricht bot ein Höchstmaß an Flexibilität: gemeinsames Warm-Up in den registern, kleine Ensembles, große Ensembles, Einzel- und Gruppenunterricht sowie körperlich-mentale Übungen, die sonst zu kurz kommen. Hinzu kam die umfangreiche Instrumentenausstellung der Firma MIRAPHONE. Vielen Dank an dieser Stelle an Christian Braun für seinen tollen Service!

Diese Bandbreite an Praxis und Theorie war es dann auch, die den Erfolg des Kurses ausmachten. Aber nur mit diesen äußerst sympathischen und offenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Bitte des Akademieleiters nach einem Feedback unserer Eindrücke in der noch nicht ganz fertigen Blasmusik-Akademie kommen wir gerne nach, sind aber eigentlich aufgrund unseres dankbaren und freundlichen Wesens recht ungeeignet, einen vielleicht großen Katalog an Mängeln zu nennen.

Wie sagte eine Zuhörerin nach dem Abschlusskonzert:“ Wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, glaubt man nicht, dass so eine Gruppe so schön klingt!“
Wir kommen gerne wieder!

Klemens Pröpper beim Internationalen Fortbildungskurs 2007 in Hammelburg (© Wolfram Krumme)

Professor Klemens Pröpper verstorben

Am Samstag, dem 9. April 2022 verstarb der Gründer des Deutschen Tubaforums, Professors Klemens Pröpper in Hannover. Mit ihm ging ein Musiker mit einem großen Herzen und großem Einsatz für die Tuba. Im Sauerland geboren kam er nach dem Studium in Köln und Berlin und einem ersten Engagement in Kassel zum Staatstheater Hannover, wo er auch die Tubaklasse an der Hochschule für Musik übernahm. Neben dem Tubaspiel war er auch im Bereich Blechbläserkammermusik, Atemtraining und Didaktik tätig. Immer auf der Suche nach dem großen Ton, den er auch im Unterricht von seinen Schülern einforderte, war er einer der ersten „Endorser“, der mit der Firma Melton zusammen Instrumente entwickelte. Legendär seine F-Tuba „Modell Pröpper“ und seine B-Tuba „Nr. 26“.
Für sein Hauptanliegen, die Vermittlung der physiologischen Grundlagen beim Instrumentalspiel erstellte er eigene Unterrichtswerke („Progressive Methodik zum Tubaspiel“, Verlag Zimmermann, Frankfurt) und gab mit Manfred Hoppert aus München die erste Sammlung von Orchesterstudien für Tuba heraus (Verlage Peters und Schott).
Aber sein Engagement ging noch weiter: Die Anerkennung der Tuba im regulären Wettbewerbs-, Fortbildungs- und Hochschulwesen. Viele Briefe gingen an die Veranstalter großer Wettbewerbe, die Tuba doch endlich im Programm aufzunehmen. So war er selbst Juryvorsitzender des Tubawettbewerbs Markneukirchen, beim Wettbewerb Jugend Musiziert und entwarf den Lehrplan für Tuba des Verbandes deutscher Musikschulen.
Nach zunächst einigen Treffen der Tubaklassen aus Köln und Hannover in seiner Hütte in Tirol gründete er dann 1987 das Deutsche Tubaforum e.V. als Netzwerk für die Spielerinnen und Spieler der tiefen weiten Blechblasinstrumente. Sitz war zunächst Hammelburg, wo seitdem alle zwei Jahre lang mit einem großen Team anerkannter Solisten und Lehrer der Internationale Fortbildungskurs stattfindet. Er holte die amerikanischen Tuba-Größen Sam Pilafian, John Sass, Marty Erickson u.v.a. nach Hammelburg und war Ansprechpartner für die Tubakurse an der Bundesakademie Trossingen.
Die Tubawelt hat Klemens Pröpper sehr viel zu verdanken. Mit seiner Grundlagenarbeit fürs Instrument und seine Spieler*innen hat er ein Tiefblech-Bewusstsein geschaffen, das über die aktuelle Generation von  Musiker*innen und  Musikfunktionören hinaus wirkt. Ohne sein Engagement sähe die Welt für Tubist*innen jetzt trüber aus.
Wolfram Krumme

 

Tubaworkshop Würzburg 2021 –  

[von Heiko Triebener]

In diesen unruhigen Zeiten Meisterkurse mit einem Tuba-Weltstar aus den USA mit Wohnsitz in Mexiko zu planen mag gewagt erscheinen. Am Ende machte uns aber nicht die allgegenwärtige Pandemie, sondern die Gesundheit des großen dreiundachtzigjährigen Meisters einen Strich durch die Rechnung: noch vor Antritt seines dritten von fünf geplanten Workshops erlitt Prof. Roger Bobo in Interlochen, Michigan einen gottseidank nur leichten Schlaganfall, von dem er sich nun langsam in der Klinik erholt. Zum Glück keine bleibenden Folgen! Jegliche Reisetätigkeit wurde ihm von den behandelnden Ärzten aber strikt untersagt, so dass er grade mal zwei Wochen vor Kursbeginn leider absagen musste. Schon im Vorfeld gab es spannende Momente, …   [weiterlesen]

Bläserworkshop mit Harmonic Brass am Steinhuder Meer

Im Herbst 2020 war der fünfte Bläserworkshop mit Harmonic Brass München vorgesehen. Aber er musste der aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben und so hatte der Posaunenchor Steinhuder Meer-Großenheidorn vom 21. bis zum 24. Oktober 2021 erneut zum fünften Mal zum Workshop für Blechbläser eingeladen. Aus allen Teilen Deutschlands reisten die Teilnehmer an. So nahmen Bläserinnen und Bläser aus Hamburg, Dresden, Berlin oder gar von der Schwäbischen Alb die Reise ans Steinhuder Meer auf sich, um wieder dabei zu sein. Bereits im Juli war der Workshop mit 80 Teilnehmenden ausgebucht. Natürlich mussten Hygieneregeln nach den vom Ordnungsamt genehmigten Konzept eingehalten werden. So entschieden sich die Organisatoren, die Veranstaltung nach den 2G-Regeln stattfinden zu lassen. So wurden neben den Teilnehmenden auf das Organisationspersonal und die Dozenten von Harmonic Brass an den Workshoptagen getestet, auch die Geimpften und die Genesenen! [ weiterlesen]

Tiefe Blechbläser aus ganz Deutschland zu Gast in Holdorf

Zu einem Workshop für tiefe Blechblasinstrumente hatte der Musikverein Holdorf vom 15.-17.10.2021 eingeladen. Es kamen 50 Spielerinnen und Spieler von Tuba, Tenorhorn, Euphonium und Bariton aus ganz Deutschland und sogar dem Ausland. Optimale Bedingungen boten dabei die Örtlichkeiten von Proberäumen, Unterkünften und Gastronomie. Der Workshop, der in diesem Rahmen übrigens deutschlandweit der größte ist, wird im Rahmen des bundesweiten Programms IMPULS gefördert. Mit dem Förderprogramm IMPULS soll der Amateurmusik in ländlichen Räumen geholfen werden. Als Dozenten waren namhafte Solisten und Lehrer deutscher Musikhochschulen vor Ort. U.a. Prof. Jörg Wachsmuth von der Dresdner Philharmonie, Peter Laib, Mitglied bei der Funk-Brass-Band „Moop Mama“, Daniel Ridder, Solotubist im Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg und Lukas Mauckner vom Marinemusikkorps Wilhelmshaven. In Kooperation mit dem Deutschen Tubaforum und dem Musikerbund Südoldenburg waren auch die Unterrichtsinhalte abgesteckt: Grundlegende Spieltechnik, Literaturspiel, Stilistik und Ensemblespiel. Die Ergebnisse wurden in einem kleinen Abschlussvorspiel vor dem Pfarrheim Holdorf präsentiert. Organisiert und geleitet wurde der Workshop von Wolfram Krumme, Dirigent des Musikvereins Holdorf und Vorsitzender des Deutschen Tubaforums e.V., der sich ebenso wie die TeilnehmerInnen hocherfreut zeigte über die Anmeldezahlen und den Verlauf. Alle Teilnehmer waren übrigens geimpft.

Große Instrumente, starke Rhythmen.

Vom 7. – 9.2.2020 fand in Bad Säckingen der 1. Groove-Bass Workshop für Sousaphon statt.

Unter der Leitung von Peter Laib, Jonas Urbat und Philipp Westermann wurden die Grundfesten der ehrwürdigen historischen Trompeterstadt mächtig in Wallung versetzt. Neben Spieltechnik und Ensemble gab es auch einiges an Technik zu sehen sowie so manchen Profi-Tipp aus der Brass-Pop-Szene.  [ Presse Badische Zeitung ]

Das Deutsche Tubaforum e.V. ist förderndes Mitglied im Verband deutscher Musikschulen e. V..